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Google lässt Deal mit Yahoo platzen

Die geplante Zusammenarbeit der beiden Internetkonzerne Google und Yahoo ist gescheitert. Nach massiven Bedenken der amerikanischen Wettbewerbshüter löste Google die vereinbarte Kooperation bei der Werbevermarktung gestern auf.
Geplatzt: Die Zusammenarbeit zwischen Google und Yahoo kommt nicht zustande. Foto: AP

DÜSSELDORF. Die Vorbehalte des Justizministeriums und der Werbekunden gefährdeten die langfristigen Interessen des Unternehmens, begründete Chefjustiziar David Drummond die Entscheidung. Auch Wettbewerber wie Microsoft hatten gegen die Vereinbarung protestiert.

Die beiden Konzerne hatten im Juni vereinbart, dass Google einen Teil der Anzeigenvermarktung Yahoos übernimmt. Dabei ging es um Werbung, die neben den Treffern der Internet-Suchmaschine Yahoos eingeblendet wird. In diesem Markt ist Google mit Abstand die Nummer eins und erzielt deutliche höhere Preise pro Einblendung.

Yahoo, die Nummer zwei des Marktes, erhoffte sich dadurch einen Schub bei Umsatz und Gewinn. Konzern-Chef Jerry Yang bezifferte den zusätzlichen Gewinn auf 250 bis 450 Mio. Dollar pro Jahr. Auf dieses Geld muss er nun verzichten. In einer Pressemitteilung äußerte sich das Unternehmen entsprechend enttäuscht, dass sich Google lieber zurückziehe statt vor Gericht für die Zusammenarbeit zu kämpfen.

Yang steht bereits enorm unter Druck, weil das Unternehmen seit vielen Quartalen mit sinkenden Gewinnen kämpft. Zuletzt sackte der Nettogewinn um 64 Prozent auf 54,3 Mio. Dollar ab. Angesichts des schwachen Ergebnisses kündigte Yang an, zehn Prozent seiner Stellen abzubauen. Analysten sind dennoch skeptisch: „Der Markt glaubt nicht daran, dass Yahoo den Umschwung aus eigener Kraft schafft“, sagte Citigroup-Experte Mark Mahaney.

Google wird das Scheitern der Kooperation dagegen weit weniger belasten. Der Anteil des Konzerns am Suchmaschinenmarkt steigt kontinuierlich, zudem konnte die Abkühlung der Weltkonjunktur dem Unternehmen bisher wenig anhaben. Zwischen Juli und September konnte Google sein Nettoergebnis gegenüber dem Vorjahresquartal um 26 Prozent auf 1,35 Mrd. Dollar steigern. Der Umsatz legte sogar um 31 Prozent auf 5,54 Mrd. Dollar zu.

Dennoch könnte die Entscheidung für den Suchmaschinenkonzern Folgen haben: „Es ist das erste Mal, dass Google einen wichtigen Expansionsschritt zurücknimmt“, sagte Rebecca Arbogast, Analystin von Stifel Nicolaus & Co. Der Konzern sei dadurch zwar einer juristischen Auseinandersetzung aus dem Weg gegangen. Damit könne es aber nicht die Sorgen zerstreuen, dass die dominante Stellung Googles in Teilen des Online-Werbemarktes zu weiteren Auseinandersetzungen mit den Wettbewerbshütern führen werde. Die Google-Aktie verlor im frühen Handel gut zwei Prozent.

Einige Analysten erwarten jetzt, dass Yahoo versuchen wird, eine Übernahme des ebenfalls schwächelnden Konkurrenten AOL einzufädeln, der zum Medienkonzern Time Warner gehört. Diese Variante sei finanziell aber deutlich weniger attraktiv als die ursprünglichen Google-Pläne. Auch ein neues Angebot Microsofts scheint möglich. Der weltgrößte Software-Hersteller hatte im vergangenen Frühjahr 44,6 Mrd. Dollar oder 31 Dollar pro Aktie für Yahoo geboten, war aber nach monatelangem Übernahmekampf am zähen Widerstand des Managements gescheitert. Seither hat sich die Lage Yahoos weiter verschlechtert, an der Börse stürzte der Aktienkurs regelrecht ab. Heute ist das Yahoo-Papier nur noch knapp 14 Dollar wert. Wegen der Spekulationen um eine mögliche Microsoft-Offerte legte die Aktie des Unternehmens gestern aber um bis zu elf Prozent zu.

Googlen

Gebrauch

Einfache Benutzung

Neben der einfachen Suche steht noch eine weitere Suchmaske (erweiterte Suche) zur Verfügung, über welche bestimmte Filter angewendet werden können.

Die einfache Suche verwendet bei Eingaben standardmäßig die boolesche Operatoren UND beim Eintrag mehrerer Begriffe. Es wird dabei nach allen Dokumenten gesucht, in denen diese Begriffe vorkommen. Gewichtet wird, neben dem Page Rank, meist danach, wo die Begriffe stehen – ob im Titel einer Seite, dem Dokumenten-Namen oder Verzeichnis, einer Überschrift etc.

Neben der booleschen Standardverknüpfung UND kann auch ein boolesches ODER („OR“ wahlweise auch„|“) verwendet werden. Suchbeispiel: Strand OR Beach. Eine sowohl-als-auch Anweisung.

Um die Suche weiter einzugrenzen, kann man nach exakten Phrasen suchen. Die Suchbegriffe tauchen dann nicht wahllos im Dokument auf, sondern müssen in einer bestimmten Anordnung vorhanden sein. Exakte Suchphrasen werden mit Anführungszeichen kenntlich gemacht. Suchbeispiel: "Bearbeiten von Google". Es werden keine Dokumente gesucht, in denen irgendwo das Wort „Bearbeiten“ und irgendwo das Wort „Google“ steht, sondern nur solche, in denen die Wörter in dieser Reihenfolge vorkommen. Wahlweise kann auch für ein Wort ein Platzhalter, kenntlich gemacht durch ein Sternchen, gesetzt werden.

Als weiteres Ausschlusskriterium kann ein Minuszeichen-“ Verwendung finden. Suchbeispiel: Hannibal -Lector. Sucht nach einem antiken Feldherrn und schließt aber Seiten aus, in denen der Name in Verbindung mit einer Filmfigur namens „Lector“ steht.

Hinweise:

  • Anhand dieser Verknüpfungen (die kombiniert angewendet werden können) sind schon sehr präzise Abfragen möglich.
  • Bei Eingabe einfacher mathematischer Schreibweisen wie z.B. 2+5(4/5)^8 gibt Google standardmäßig keine Seiten aus, in denen diese Formulierung vorkommt, sondern gibt das Ergebnis der Rechnung (= 2.8388608) zurück.
  • Google hat einen sehr großen Wortschatz. Vor allem bei Eigennamen, Marken und speziellen Fachbegriffen etc. empfiehlt sich Google als Rechtschreibhilfe. Beispiel: Schreibt man „DaimlerChrysler“ zusammen, auseinander oder mit Bindestrich? Google fragt bei einer unbekannten oder untypischen Eingabe: „Meinten Sie ......“
  • Google indiziert immer nur die ersten 100 KB einer Datei, was besonders bei PDF-Dokumenten stark ins Gewicht fällt.

Erweiterte Benutzung

Es kann zusätzlich zu dieser einfachen Such-Syntax eine erweitete Syntax in die Suchmaske eingegeben, bzw. größtenteils auch über die „erweiterte Suche“ zusammengeklick werden. Folgende, teils undokumentierte Schlüsselbegriffe sind derzeit bekannt. Diese Schlüsselbegriffe werden durch einen Doppelpunkt:“ gekennzeichnet.

  • filetype: – Sucht nach Dokumenten, mit bestimmten Dateiendungen. Beispiel: geschäftsbericht filetype:xls . Möglich sind grundsäzlich alle Dateiendungen. Google kann derzeit aber nur in folgende Formate „reinschauen“: PS, PDF, AI, DOC, PPT, XLS, sowie alle textbasierten Dateien wie RTF, TXT, ASP, PHP, CGI, HTM, LOG, INI, JS usw
  • site: – mit diesem Schüsselbegriff lässt sich die Suche auf eine bestimmte Domain eingrenzen. Praktisch vor allem dann, wenn eine Homepage keine eigene Suchfunktion hat. Beispiel: Desoxribonukleinsäure site:wikipedia.org
  • link: – Gibt alle Seiten aus, die auf eine bestimmte Seite verlinken. Beispiel: link:wikipedia.org .Diese Ausgabe kann z.B. wichtig sein, um den Page Rank zu optimieren oder verwandte Seiten zu finden.
  • intitle: – Sucht nach Dokumenten, bei welchen der oder die Suchbegriffe nur im Titel der Datei vorkommen. Beispiel: intitle:"Bearbeiten von Google"
  • inurl: – gibt Seiten zurück, bei denen der Suchbegriff in der URL auftaucht. Beispiel: "Karl Müller" inurl:impressum
  • daterange: – schränkt die Suche auf das Datum ein, in dem die Seite von Google indiziert wurde. Als Zeitangaben müssen Zahlen bezogen auf das Julianische Datum eingegeben werden. Errechnet werden diese Zahlen aus der Anzahl der Tage die seit dem 1.Januar 4713 v.Chr. vergangen sind. Beispiel: 30.06.2003-30.06.2004 = daterange:2452820-2453186 (Onlinehilfe Vorteil für Computer, sie brauchen sich nicht um Formate oder Namen von Tag, Woche oder Jahr zu kümmern.
  • cache: – gibt nur die von Google gespeicherten Seiten aus. Ist vor allem praktisch, wenn bei Portalen die Inhalte oft wechseln. Der Link, den man bei Google findet, führt aktuell oftmals auf eine Seite, deren Inhalte sich inzwischen geändert haben oder gar gelöscht wurden. Die Inhalte sind aber über einen bestimmten Zeitraum noch bei Google gespeichert und können dort gelesen werden.
  • inanchor: - Sucht nach den Begriffen nur in Links. Oftmals führt ein Link mit einer bestimmten Bezeichnung präziser zu einem Ziel, als wenn die Bezeichnung irgendwo im Text vorkommt.
  • u.v.m.

Die angewendeten Suchformeln lassen sich auch in Form der URL, die Google bei einer Suche ausgibt, speichern bzw. wiederholen und verlinken.

Weitere Möglichkeiten

Google erlaubt allerdings auch die Suche nach Dingen wie Stadtplänen, Call-by-Call-Vorwahlen oder auch Aktien- und Fonds-Informationen. Eine übersichtliche Auflistung gibt es unter www.google.de/features.htmldeutsch) oder www.google.com/help/features.htmlenglisch). Bei Verwendung diverser einschlägiger Begriffe liefert Google jedoch auch Pornoseiten(bei diversen Begriffen auch verbotenes Material(Kinder-u. Tierpornos)). Ebenfalls beliebt ist Google Hacking, bei dem man via Google sich in die FTP-und HTTP-Server fremder Seiten hacken kann und die Seiten dann entsprechend missbrauchen kann.

Google Suggest

Google gibt nun auch Vorschläge bei der Suche. Wenn man einen Begriff nur teilweise in diese Beta-Version von Google Suggest eingibt zeigt er die wahrscheinlichsten Begriffe zum vervollständigen an. Als kleines Beispiel: gibt man w ein, ist das beliebteste Wort weather, ab wi taucht Wikipedia (bzw. www.infos-aus-germanien.info) als wahrscheinliches Ergebnis auf. Man erfährt zusätzlich dass dieser Begriff bereits 16,3 Millionen mal gesucht wurde. Google nutzt dazu die Statistiken die bereits unter Google Zeitgeistu finden sind. Google realisiert den Zugriff auf diese Statistiken über ein Javascript und XMLHttpRequest das hierereits analysiert wurde. Viele Betreiber haben diese Idee bereits in Ihre Webseiten übernommen.

Google API

Google veröffentlichte im Frühling 2002 die Google Web API über die es registrierten Entwicklern möglich ist, eigene Anwendungen bzw. Schnittstellen zu schreiben, die den Datenbestand von Google abfragen. Die Abfragen sind pro registriertem Anwender auf 1000 pro Tag begrenzt. Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Anwendungen, die auf dieser API aufbauen und von Anwendern per eigenem Developer Key freigeschaltet werden können.


Sonstiges

Google im Wiki Netzwerk

Google ist auch direkt im Wiki Namensraum integriert. Möchte man in Wikipedia (bzw. www.infos-aus-germanien.info) eine Google Suche nach einem bestimmten Begriff wie Google:Napoleon eintragen, genügt die abgekürzte Form [[Google:Napoleon]]. Für Google Groups GoogleGroups:NealStephenson gibt es die Abkürzung [[GoogleGroups:NealStephenson]]. Die aktuelle Beschränkung bei mehr als einen Begriff GoogleGroups:John Kerry lässt sich nicht mit einen + zwischen den Begriffen umschiffen [[GoogleGroups:John+Kerry]]. Für dieses Problem gibt es einen Bug-Request [bugzilla.wikipedia.org/show_bug.cgi?id=707] in der Mediawiki Software. Näheres siehe InterWiki.

Googlefest

Eine Beziehung Suchbegriff (oder Phrase) – Suchergebnis gilt als googlefest, wenn die gewählte Sucheingabe genau das gewünschte Suchergebnis liefert. Das Eingabe-Ergebnis Paar 'Madonna' ist googlefest, wenn die Pop-Sängerin Madonna gesucht wurde, aber nicht, wenn man die Mutter Jesus erwartet. Salopp sagt man, eine Internet-Seite sei googlefest, wenn die Eingabe des Seitennamens bei Google das Suchergebnis an erster Stelle führt.

Google Lab

Google arbeitet ständig an Neuerungen und weiteren Features, die man unter labs.google.com/ testen kann. In kurzen Zeitabständen werden auch Statistiken über gerade aktuelle Suchbegriffe veröffentlicht (so genannte Zeitgeist-Statistiken; siehe Zeitgeist

Google Blog

Zudem unterhält Google auch ein so genanntes Weblog, das hauptsächlich Erlebnisse seiner Mitarbeiter enthält. Es ist unter www.google.com/googleblog einsehbar.

Google Whack

Als Google Whack bezeichnet man eine Suche nach zwei Wörtern, die, in die Suchmaschine Google ohne Anführungszeichen eingegeben, genau ein Ergebnis liefert. Manche Benutzer haben einen regelrechten Sport entwickelt, solche Wörter zu finden. Eine Punkte-Bewertung wird manchmal vorgenommen, indem die Treffer-Anzahl der Suche nach den einzelnen Wörtern multipliziert wird. Je höher das Ergebnis, desto „besser“ ist der Google Whack. Im Allgemeinen bleibt die Kombination jedoch nicht lange ein Google Whack, da er, sobald er einmal entdeckt wurde, in diversen Foren u. Ä. erwähnt wird und dort ebenfalls von Google gefunden wird. Die Webseite www.googlewhack.com befasst sich ausführlich mit dem Phänomen.

Google Doodles

Seit Mitte 1999 existiert die Tradition der Google Doodles. Damit wird die Veränderung des Google-Logos auf der Startseite in Anlehnung an aktuelle und/oder wiederkehrende Ereignisse bezeichnet. Bisher sind ca. 150 Logos erstellt worden. Ein Verzeichnis der bisherigen Google Doodles befindet sich unter www.google.com/holidaylogos.html . Jeder User hat die Möglichkeit, neue Vorschläge einzubringen. Die E-Mail-Adresse dafür lautet doodle@google.com.

Google Calculator

An Stelle eines Suchbegriffs kann man auch eine mathematische Aufgabe in das Suchfeld von Google eintippen. Regeln wie "Punkt-vor-Strich" und die Potenzrechnung beherrscht der Rechner ebenso wie sinus, cosinus, tangens und physikalische Konstanten wie pi.

Wer in das Google-Suchfeld etwa die Rechenaufgabe 365+12*8 eintippt und die Suche startet, bekommt statt einer Trefferliste das korrekte Ergebnis präsentiert: 461.

Dabei findet Google nicht nur die Lösungen von solch simplen Operationen, sondern auch von komplexeren Kalkulationen.

Der Rechner funkioniert auf allen Google-Seiten, allerdings muss die Eingabe auf Englisch erfolgen. Mittlerweile muss das Komma nicht mehr durch einen Punkt ersetzt werden.

Eine Besonderheit ist die Umrechnung von Maßeinheiten. Hierbei ist zu beachten, dass die Funktion vorerst die Eingabe auch in englischer Sprache erfordert.

Selbst die Winkelfunktionen lassen sich durch die Abkürzungen sin, cos und tan errechnen, die Logarithmen durch die üblicherweise verwendeten Formelzeichen ln, lg und lb.

Google Scholar

Am 18. November 2004 startete Google die Beta-Version eines neuen Suchdienstes, der speziell der wissenschaftlichen Recherche dienen soll. Schüler, Studenten und Wissenschaftler können mit Hilfe von dieser Suchmaschine, die in Zusammenarbeit mit zahlreichen Fachverlagen entstand, auf die Suche nach Quellen gehen. Der Service erfasst Bücher, wissenschaftliche Abhandlungen, technische Dokumente, Fachzeitschriften und sonstige Literatur aus dem Umfeld von Forschung und Lehre. Neben Links zu weiterführenden Bibliotheks-Recherchen bieten die Ergebnislisten auch einen Überblick darüber, wie oft das gefundene Dokument in anderen Publikationen zitiert wurde.

Erreichbar ist die Suche unter scholar.google.com/

Das Suchen per Google ist so einfach und beliebt, dass das Verb googeln oder googlen bereits für die allgemeine Websuche (zunächst nur im Usenet) oder gar überhaupt für die Suche nach Information verwendet wird. Schüler geben an, dass sie lieber und schneller googeln als bibliografieren oder in einer Enzyklopädie oder einem Lexikon nachschlagen.

Seit 2004 ist googeln im Duden aufgenommen.

Literatur

  • Google Hacks, 2003 O'Reilly Verlag, ISBN 3-89721-362-1

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Suche nach Lösungen

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Google mietet Nasa-Areal

Google-Sitz


Der Internet-Konzern braucht Platz für neue Mitarbeiter:

Das neue Bürogelände ist 24 Fußballfelder groß.

Google macht mobil und rüstet sich für den Umzug. DruckenSendenLeserbrief
Das Areal, das der Internetkonzern Google von der US-Raumfahrtbehörde NASA für seine Büros angemietet hat, ist nur zehn Minuten vom gegenwärtigen Google-Konzernsitz in Mountain View entfernt und insgesamt 24 Fußballfelder groß. Damit verdoppelt das Unternehmen die Größe seines Konzernsitzes.

Auf die Frage, wozu die 17 Hektar auf dem Forschungsgelände in Kalifornien benötigt werden, gibt sich Google bescheiden: Die Fläche wird für die tausend neuen Mitarbeiter benötigt, die man in naher oder ferner Zukunft einzustellen gedenkt.

Wie das US-Unternehmen mitteilte, läuft der Vertrag zunächst über 40 Jahre mit einer Option auf insgesamt 90 Jahre. Kostentechnisch fallen 3,66 Millionen Dollar (umgerechnet 2,37 Millionen Euro) im Jahr an.

Der Bau der Büros soll in drei Stufen 2013, 2018 und 2022 erfolgen. Die NASA will das Geld für die Instandsetzung der ehemaligen Militärbasis benutzen. Google und die NASA kooperieren seit mehreren Jahren bei Projekten wie beispielsweise der Kartographie bei Google Maps.

Web 2.0 für Blogger

Web 2.0 gehört auch für Blogger zum Altag dazu. Photo: ekai

Der Alltag des Bloggers wäre ohne das Internet nicht vorstellbar: Virtuelle Tagebücher, Blogsysteme wie Wordpress, Typepad oder Blogger-Portale wie Youtube und Flickr, erleichtern die Verbreitung von Informationen und Nachrichten ungemein. Wie Sie noch einfacher zum Profi-Blogger werden, zeigen folgende vier Programme und Erweiterungen, die in der Hosentasche des Bloggers nicht fehlen sollten.

ScribeFire: Blogging über Firefox

Es gibt verschiedenste Formen Inhalte auf Onlinetagebücher zu bringen. Die klassische Art ist das Bloggen durch Weblog-Software. Über einen Assistenten werden Ihre Blogdaten in das Programm gespeist, von dem Sie im Anschluss nun neue Einträge zu ihrem Tagebuch hinzugefügen können. Die bekanntesten Programme hierzu sind unter anderem Windows Live Writer oder W.bLoggar.

Eine weitere Möglichkeit Ihre Leser auf dem Laufenden zu halten ist das Bloggen über das klassische Webinterface Ihres Blogs. Hierzu bieten die meisten Bloganbieter einen passablen Onlinetexteditor an, der zumeist an das Aussehen einer abgespeckten Wordversion erinnert. Aber auch über Google Docs oder entsprechende Erweiterungen für Twitter oder Facebook können Sie auf zügige Weise Einträge verfassen und veröffentlichen.

Eine komfortable Art des Bloggens bietet auch ScribeFire an. Die sehr bedienerfreundliche Erweiterung für den Firefox-Browser bietet eigentlich alles, was Sie schon von Blogger-Programmen auf Ihrem Desktop kennen. Mit dem mitgelieferten Texteditor können Texte formatiert und Links, Bilder und Medien von Flickr und Youtube hinzugefügt werden. Hinzu kann der Entwurf auch im Html-Modus gesichtet und bearbeitet werden.

Eine tolle Funktion der Erweiterung ist das einfache Hinzufügen von Text, Bildern und Videos durch Drag&Drop in den Bearbeitungsbereich. Positiv fällt auch die Integrität von Web 2.0-Diensten wie Technorati, Del.icio.us oder Digg auf, zu denen Sie ihren Eintrag übermitteln können. Eine Verbesserung wär allerdings noch machbar: Der Import der Blog-Templates in den Arbeitsbereich.

Videos und Bilder erstellen via Jing


Wer versucht hat Bildschirmbilder oder Videotutorials zu erstellen, weiß wie kompliziert und nervenaufreibend diese Arbeit sein kann. Eine gute Abhilfe könnte hier das Programm Jing darstellen. Auf einfachste Weise können durch das Desktopprogramm Bilder und Videos Ihrer Bildschirmaktivitäten erstellt werden.

Mit eins, zwei Klicks und der Auswahl des aufzunehmenden Bildschirmbereichs kann auch schon gleich ein Bild oder Video erstellt werden. Ist dies geschehen, kann mit einem weiteren Klick dieses nun per Instant Messenger, Email oder direkt auf Ihrem Blog oder z.B. auf Flickr veröffenlticht werden. Überzeugend ist das Programm vor allem in seiner Leichtigkeit und Bedienung. Was in der Vergangenheit mit der Suche nach geeigneten Programmen und vielen komplizierten Schritten verbunden war, kann mit Jing nun ganz unkompliziert in kürzester Zeit erledigt werden.

ShoZu - mobiles Tauschen

Sie sind meist schon auf so genannten Smartphones vorhanden: Software zum Bloggen und Veröffentlichen mobiler Inhalte auf Blogs, Flickr und Co. Auch bieten immer mehr Web 2.0-Dienste, wie Youtube, Facebook oder Google, mobile Seiten zum Hochladen von Fotos und Videos an.

ShoZu möchte diese Prozesse für mobile Anwender noch weiter erleichtern helfen. Für über 48 Mobiltelefone bietet der ShoZu-Klient eine zentrale Anlaufstelle an zum Veröffentlichen mobiler Inhalte. Mit einem Klick werden Fotos und Videos auf dem ShoZu-Server abgelegt und dann zum Service Ihrer Wahl übermittelt.

Beeindruckend ist hier vor allem die breite Auswahl an unterstützten Diensten, zu denen mobile Inhalte geschickt werden können. Hierzu gehören nicht nur die Web 2.0-Giganten Facebook, Flickr, Youtube oder Photobucket, sondern auch für Bürgerjournalisten interessante Dienste. Hierzu zählen die Plattformen des amerikanischen Nachrichtenriesen CNN, wie auch die britische BBC.

Anwender, die kein Wlan-ünterstütztes Mobiltelefon besitzen und Ihr mobiles Internet nicht ausreizen wollen, können auch den ShoZu-Desktop-Klienten direkt auf dem PC herunterladen und installieren. Er bietet nahezu die gleichen Funktionen an, wie sein mobiles Vorbild.

Fring - Multi-Instant-Messenger und kostenlose Telefonie

Blogger, die auch unterwegs nicht auf ihren Windows-Live-Messenger oder auf Skype-Telefonate verzichten wollen, bietet fring eine tolle und einfach zu bedienende Lösung an. Der Klient lässt sich auf den meisten Mobiltelefonen via Computer oder mobiler Internetverbindung herunterladen und installieren.

Nach der Installation bietet das Programm die Möglichkeit an seine IM-Daten in die Software zu importieren. Hierbei unterstützt der Dienst unter anderem den Yahoo Messenger, MSN, Google Talk, AIM, ICQ und sogar Twitter. Über Skype und MSN-Messenger können sogar kostenlose Telefonate zu ihren IM-Freunden getätigt werden. Zusatzkosten können allerdings entstehen, wenn Sie über einen normalen mobilen Internetzugang den Service benutzen.

Alternativen zu fring gibt es bislang noch nicht. Allerdings bieten die IM-Anbieter immer mehr auch mobile Versionen ihrer Klienten an. Skype gibt es so zumindest schon als Testversion für Ihr Handy zu bestaunen. Mit dieser kann allerdings in Deutschland bislang nur gechattet werden. Kostenlose Telefonate bietet allerdings das Gizmo Projekt mit seiner Klientsoftware in der fünften Version an. Diese lässt sich auch bequem in das Adressbuch Ihres Mobiltelefons integrieren.

Fazit

Als Blogger steht man vor der Qual der Wahl: Zahlreiche mobile Dienste locken mit fantastischen Funktionen und guter Benutzerfreundlichkeit Neukunden an. Diese können zumeist das Alltagsleben eines Bloggers auch erheblich vereinfachen. Mit ShoZu lassen sich so mit ein paar Klicks Videos und Photos im Web veröffentlichen. ScribeFire bietet eine Browsrlösung zum Bloggen an. Und mit fring kann der Blogger mit entsprechender Internetverbindung kostenlos Telefonate und Chats mit potentiellen Ansprechpartnern führen.

Allerdings ist der Blogger immer noch auf eine recht teure Internetflatrate seines Mobilfunkanbieters angewiesen oder muss auf ein noch recht teuer angebotenes Smartphone oder Pocket-PC umsteigen, um für seine Fotos und Videos entsprechenden Speicherplatz und ausreichende Funktionen zum Verwenden der Dienste zu besitzen. Mobiles Internet und Bürgerjournalismus via Mobiltelefon steckt immer noch in den Kinderschuhen der Entwicklung. Einiges muss noch getan werden, damit eine breite Mehrzahl der Interessierten diese Dienste auch weitreichend in Anspruch nehmen können.

Persönliche Startseiten für Fußballfans bei iGoogle

Persönliche Startseiten für Fußballfans bei Google

Hamburg (dpa/tmn) - Bei Google können sich Fußballfans persönliche Startseiten einrichten, die sie während der EM über das Geschehen auf dem Laufenden halten. Dafür müssen sie sich unter «google.de/ig» beim Service iGoogle registrieren.

Das teilte das Unternehmen bei einer Veranstaltung in Hamburg mit. Dann finden die Nutzer vom Tag des Eröffnungsspiels am 7. Juni an die neuesten Informationen zu ihrer favorisierten Elf - von der Aufstellung bis zu den Spielergebnissen.

Zudem gibt es einen Liveticker, ein virtuelles Elfmeterschießen oder auch Wettervorhersagen - damit der Nutzer weiß, ob er zum Public Viewing gehen kann oder wegen Regens doch besser daheim den Fernseher anschaltet. Die Fanmeile in seiner Nähe ebenso wie Bars und Kneipen zum Fußballgucken findet er über spezielle Karten. Entsprechende Tipps kann jeder auch selber in die Karten eintragen und somit anderen Fans als Information zur Verfügung stellen.

Service iGoogle: www.google.de/ig

Google öffnet Anwendungsservice App Engine

Hosting-Service für Webanwendungen bleibt bei eingeschränktem Speicherplatz kostenlos

Google hat zu Beginn seiner Entwicklerkonferenz Google I/O die Öffnung der App Engine für alle interessierten Programmierer bekannt gegeben. Gleichzeitig nannte der Suchanbieter erste Preise für die Nutzung des Dienstes, mit dem Entwickler ihre webbasierten Anwendungen über die Infrastruktur von Google hosten können.

Von der Öffnung profitieren auch die rund 150.000 Entwickler auf einer Warteliste, die bei einer ersten Betatestphase mit rund 60.000 Teilnehmern nicht berücksichtigt werden konnten. In einem eingeschränkten Umfang soll App Engine weiterhin kostenlos bleiben. Wer mehr als 500 MByte Speicherplatz benötigt und mehr Datenverkehr verbraucht, als für fünf Millionen Seitenaufrufe erforderlich sind, muss zukünftig monatlich 10 bis 12 Cent für jede Stunde Rechenzeit und 15 bis 18 Cent für jedes Gigabyte Speicherplatz bezahlen. Zusätzlich sind 11 bis 13 Cent für jedes ausgehende Gigabyte und 9 bis 11 Cent für jedes eingehende Gigabyte fällig.

Gleichzeitig kündigte Google eine neue Version des Google Web Toolkit (GWT) an. Die Version 1,5 soll neben Python auch Java 5 von Sun Microsystems unterstützen und komplexe Webanwendungen um den Faktor 1,2 bis 2 beschleunigen, erklärte Bruce Johnson, Manager für die Entwicklung des GWT bei Google.

Neues Partnerprogramm für Blogger-Blogspot-Blogs

Affiliate / Partnerprogramm für Blogs bei Blogger und Wordpress gestartet.




http://blogger-affiliate.blogspot.com

Ad Pepper erhält Google-Millionen

Der Internet-Werbevermarkter Ad Pepper hat ausnahmsweise mal Gutes zu vermelden. Vor zwei Jahren verkaufte die Firma eine Minderheitenbeteiligung an Google. Jetzt überweist Google eine millionenschwere Meilensteinzahlung.
Adpepper-Logo (Quelle: Unternehmen)
Ad Pepper, die Firma mit den drei Chilischoten।

Ad-Pepper-Aktionäre sind Rückschläge gewohnt. Die Aktie des Online-Werbevermarkters kennt seit zwei Jahren nur eine Richtung. Von 12 Euro Anfang 2006 hat sich der Aktienwert auf knapp über drei Euro geviertelt. Die jüngste Enttäuschung ereilte die Aktionäre vor zwei Wochen, als Ad Pepper einen Quartalsverlust bekannt geben musste.

Am Montag jedoch steigt die Aktie kräftig um bis zu 15 Prozent. Pünktlich, einen Tag vor der Hauptversammlung am Dienstag in Amsterdam, vermeldete Ad Pepper, dass der Internetkonzern Google einen Millionenbetrag überweisen werde.

Eine Menge Geld
13,3 Millionen Dollar, umgerechnet 8,5 Millionen Euro, überweist Google in den kommenden Tagen auf das Konto von Ad Pepper. Für den kleinen Werbevermarkter ist dies viel Geld. 8,5 Millionen Euro entsprechen etwa 15 Prozent des gesamten Eigenkapitals, und sogar mehr als die Hälfte der verfügbaren liquiden Mittel.

Vor etwas mehr als zwei Jahren, am 17. Januar 2006, hatte Google die amerikanische Radiowerbefirma dMarc Broadcasting gekauft. Google bezahlte seinerzeit 102 Millionen Dollar für die Firma. Außerdem stellte Google so genannte Meilensteinzahlungen in Aussicht. Bis zu 1,136 Milliarden Dollar sollten die ehemaligen dMarc-Anteilseigner über drei Jahre verteilt erhalten, sollte dMarc bestimmte Unternehmensziele erreichen.

Ad Pepper besaß Anfang 2006 7,8 Prozent an dMarc und verkauft damals seine Anteile vollständig an Google. Die diesjährige Meilensteinzahlung in Höhe von 13,3 Millionen Euro fällt deutlich höher aus als die letztjährige, als Google noch 1,83 Millionen Dollar an Ad Pepper überwies.

Google will Street View auf Deutschland Internet und Kommunikation


Starttermin und Städte stehen noch nicht fest

Google will die Street-View-Funktion von Google Maps erweitern und bald auch deutsche Städte aus der Perspektive eines Autofahrers zeigen. Wie der Datenschutzbeauftragte des Konzerns, Peter Fleischer, gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus bestätigt hat, sollen hierfür die Straßenzüge deutscher Städte flächendeckend fotografiert werden।

Bislang beschränkten sich die Street-View-Aufnahmen lediglich auf rund 40 US-Metropolen, nun läuft das Projekt nach Aussagen Fleischers auch in Europa an. Die bereits vorab laut gewordene Kritik von Datenschützern entkräftet der Google-Manager und betont, dass das Unternehmen zur Wahrung der Privatsphäre Gesichter unkenntlich machen werde.

"Wir haben derzeit noch keine konkrete Vorstellung davon, in welchen Städten und Ländern wir mit Street View starten werden", erklärt Google-Sprecher Kay Oberbeck. Ein Starttermin stehe ebenfalls noch nicht fest. "In bestimmten deutschen Städten sind zu Testzwecken aber bereits Aufnahmen gemacht worden."

Datenschützer sehen das Google-Maps-Feature kritisch. Der Dienst stelle "einen weiteren Mosaikstein dar, der es ermögliche, die Privatsphäre der Bürger einzuschränken", sagt beispielsweise Rena Tangens, Vorstand des Vereins zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs (FoeBuD). Prinzipiell sei die Funktion zwar ein "nettes Spielzeug", man müsse sich jedoch auch über die damit verbundenen Gefahren im Klaren sein.

"Wir werden uns auf jeden Fall vor einem Start von Street View die Datenschutzbestimmungen der europäischen Länder ganz genau anschauen und unseren Dienst entsprechend gestalten", verspricht Oberbeck. Um etwaige Datenschutzbedenken zu zerstreuen, wolle man zudem die Gesichter der auf den Aufnahmen zu sehenden Menschen unkenntlich machen.

Bereits Anfang März hatte Google mit Street View für Schlagzeilen in den USA gesorgt. Das US-Verteidigungsministerium hatte dem Suchmaschinenbetreiber Filmaufnahmen auf US-Militärbasen verboten. Anlass war die Veröffentlichung detaillierter Bilder eines Armeestützpunktes im US-Bundesstaat Texas auf Google Maps. Insbesondere die über das Street-View-Feature leicht zugänglichen Videoaufnahmen des Militärgeländes stellten eine "potenzielle Sicherheitsbedrohung" dar, hieß es damals aus dem Pentagon.

Google kämpft weiter für offenes US-Mobilfunknetz

Ungenutzte Fernsehfrequenzen sollen für Datenübertragungen genutzt werden

Google-Mitgründer Larry Page hat bei einem Treffen mit führenden Vertretern des US-Kongresses und der Federal Trade Commission (FCC) erneut die Freigabe ungenutzter Fernsehfrequenzen für ein offenes Mobilfunknetz gefordert. Das von Page angesprochene Spektrum liegt im 700-MHz-Band und dient als Puffer zwischen Bereichen, die für die Ausstrahlung analoger Fernsehprogramme genutzt werden.
Google und andere Technologieunternehmen machen sich beim Gesetzgeber und der Regulierungsbehörde dafür stark, dass diese Frequenzen für die drahtlose Datenübertragung freigegeben werden. Auf einer Veranstaltung der New America Foundation wies Page erneut darauf hin, dass die Freigabe der Frequenzen positive Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben werde. Es mache einfach keinen Sinn, diese Ressourcen ungenutzt zu lassen, so der Google-Gründer.

Die Fernsehanstalten halten dem entgegen, dass drahtlose Datenübertragungen angeblich die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen stören. Page hält diese Befürchtungen für übertrieben. Seiner Ansicht nach können die Frequenzen technisch so voneinander getrennt werden, dass es nicht zu Interferenzen kommt.

Google verfolgt mit der Forderung nach der Öffnung weiterer Frequenzen auch eigene Ziele: "Für uns ist eine Verbesserung der Internetanbindung in den USA gleichbedeutend mit einer Umsatzsteigerung um 10 Prozent", erklärte Page. "Das ist ein beträchtlicher Wert."

Bei einer ersten Versteigerung von Frequenzen im 700-MHz-Band im Frühjahr war Google leer ausgegangen. Erfolgreiche Bieter wie Verizon Wireless und AT&T hatten erklärt, die neuen Frequenzen für die Einführung der vierten Mobilfunkgeneration (4G) nutzen zu wollen.

Drei Gründe für den Erfolg von Google

Die Google-Vormacht im Internet wird stärker und stärker. Das ruft natürlich Neid und Ärger hervor. Schnell sind Kritiker mit Monopolvorwürfen gegen Google zur Stelle - nicht ganz zu Unrecht, denn 67,9 Prozent Marktanteil können natürlich Angst machen.

Diesen Anteil nämlich hat Hitwise dem Suchmaschinenriesen jetzt in einer aktuellen Erhebung bestätigt. Was machen die Mitbewerber Yahoo und MSN bloß falsch? Oder macht Google einfach alles richtig?

Im Gegensatz zu manch anderem Unternehmen der IT-Branche kann man Google kaum unfaire Praktiken vorwerfen. Der Suchmaschinenriese macht auch keine Werbung und greift nicht zu erpresserischen Vertriebspraktiken. Allenfalls dass Google in diversen Browsern (Firefox, Safari) als Suchmaschine voreingestellt ist, könnte man kritisch sehen. Aber gerade bei Browsern hat ja ein anderes Unternehmen - zumindest noch - eine erdrückende Vormachtstellung.

Wie kommt es also, das Google quasi das Monopol auf die Suche im Internet besitzt? Ist es die Qualität der Suchergebnisse? Wohl nur bedingt, denn auch MSN liefert durchaus vergleichbar gute Treffer.

Meine Theorie ist, dass es drei Gründe für Googles Spitzenplatz gibt:

1. Das klare, nutzwertorientierte und durchweg sympathische Design.
2. Das vielfältige Produktangebot rund um die Suchmaschine, von Maps, Reader, Docs bis hin zu Adsense, Analytics und Feedburner.
3. Und natürlich und vor allem der Name Google an sich. Denn wir können nach etwas googlen, aber nicht yahooen oder emesennen. So lernt jeder Neueinsteiger, dass im Internet nicht gesucht, sondern gegoogelt wird.

Wissenschaftler und Nerds schätzen den Suchmaschinenbetreiber übrigens ebenfalls wegen des Namens. Wussten Sie, dass das Wort Google eine Verballhornung von Googol ist? Ein Googol ist eine Zahl, und zwar eine sehr große: eine Eins mit hundert Nullen oder 10 hoch 100. Ein Sinnbild für die unzähligen Seiten im Web. Noch schöner ist aber der Name von Googles Firmenzentrale: Googleplex. Ein Googolplex ist ebenfalls eine Zahl, und zwar 10 hoch Googol - oder eben eine Eins mit einem Googol Nullen.

PS: Die Zahl Googol ist laut Wikipedia deutlich größer als die Menge aller Atome im sichtbaren Universum. Dementsprechend kann man einen Googolplex niemals aufschreiben, selbst wenn man die Ziffern nur atomgroß machen würde. Man hätte im gesamten Universum einfach nicht genug Platz dafür . Quelle

Server und Suche von Google für Intellipedia der US-Geheimdienste

2006 haben die US-Geheimdienste Intellipedia gegründet, um den Informationsfluss zu beschleunigen. Das Geheimdienst-Wikipedia besteht aus drei Wikis, auf die der Zugriff je nach Sicherheitssstufe unterschiedlich geregelt ist. Nach Sean Dennehy, dem Entwicklungschef von Intellipedia für die CIA, gibt es 37.000 Benutzer, die bislang 35.000 Artikel angelegt haben.

Die Server werden, wie die Zeitung San Francisco Chronicle berichtet, von Google gestellt. Der Konzern stellt natürlich auch die Suchmaschinentechnik. Da Intellipedia hinter einer Firewall liegt und nur von verhältnismäßig wenigen Menschen benutzt wird, musste das übliche Ranking verändert werden. Nicht die Zahl der Links auf eine Webseite wird dafür zugrundegelegt, sondern ob diese von den Benutzern getaggt oder mit Kommentaren versehen wurden.

Google hat auch mit dem Geheimdienst NSA einen Vertrag über 2 Millionen US-Dollar für Suchanwendungen abgeschlossen. Auch mit anderen Regierungs- und staatlichen Behörden macht Google Geschäfte, beispielsweise mit der National Oceanographic and Atmospheric Administration, der U.S. Coast Guard oder den Bundesstaaten Alabama und Washington. Meist geht es dabei um Server zum Speichern der Informationen und Suchfunktionen. Für die Bundesbehörden hat Google ein eigenes Team mit 18 Angestellten eingerichtet. Mike Bradshaw, der Leiter des Teams, weist "wilde Verdächtigungen zurück. Man würde mit den Behörden nur die Geschäfte tätigen, die man auch mit der Privatwirtschaft macht.

SaaS von Google und Microsoft

SaaS von Google und Microsoft

Nun ist es schon ein paar Tage her, dass Google seine Akquisition Jotspot unter der eigenen Marke Google-Sites online gebracht hat. Aus dem Wiki-Dienst ist unter Googles Ägide eine Art Konkurrent zu Microsofts Sharepoint geworden. Die Funktionen sind verglichen mit dem Microsoft-Produkt zwar (noch) rudimentär, doch dafür ist der Dienst kostenlos.

Ein Schelm, wer Böses denkt, wenn Microsoft ausgerechnet jetzt mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit zu den eigenen Online-Applikationen geht. So möchte man jetzt Online-Dienste für alle Unternehmensgrößen anbieten - und nicht nur für Konzerne ab 5000 Mitarbeitern. Außerdem dürfen sich amerikanische Firmen für den Beta-Test der Online-Versionen von Exchange und Sharepoint einschreiben.

So weit, so gut. Google und Microsoft treiben also SaaS voran. Trotzdem bleibt ein schales Gefühl. Im Jahr 3 nach Geburt des Web 2.0 ist das Angebot von webbasierten Anwendungen zwar reichhaltig, aber immer noch kaum konkurrenzfähig zu den vorhandenen Desktop- und Server-Lösungen. Wird Zeit, dass da endlich mehr passiert als Lippenbekenntnisse und ein paar Beta-Versionen.

Fenster auf

Fenster auf
15.02.2008 Für wahre Apple-Fans ist es ein Albtraum: Der Mac startet, doch auf dem Monitor erscheint statt des erwarteten Apfels die Windows-Fahne. Alle anderen Nutzer wissen es zu schätzen, dass aktuelle Apple-Rechner keine geschlossenen Systeme mehr sind, sondern bei Bedarf auch PC-Software vertragen.

Zwar ließen sich mit Anwendungen wie Virtual PC schon seit Jahren PC-Programme in einer virtuellen Arbeitsumgebung ausführen, allerdings zu Lasten der Geschwindigkeit. Ließ sich mit Office noch leidlich arbeiten, wurde die Bildbearbeitung unter Windows selbst auf den schnellsten Powermacs zur Geduldsprobe. Und da die Emulation keine Grafikbeschleunigung unterstützte, lief auch so gut wie kein PC-Spiel.

Doch seit Apple vom Power-Prozessor auf die Intel-Architektur umgestellt hat, ist Windows auf dem Mac kein Problem mehr. Wer auf PC-Programme nicht verzichten kann oder will, hat sogar mehrere Konfigurationsmöglichkeiten zur Auswahl. Die einfachste und umfassendste Lösung liefert Apple im aktuellen Betriebssystem Mac OS 10.5 (Leopard) gleich mit. Das Programm Boot Camp erlaubt es, auf der Festplatte eine Partition für die Installation von Windows XP oder Vista einzurichten. Anschließend können Anwender wählen, ob sie mit Mac OS oder Windows starten wollen. Externe USB-Geräte bleiben unter Windows ebenso funktionsfähig wie die Netzwerkverbindung. Sogar grafisch anspruchsvolle Spiele wie der Ego-Shooter Crysis laufen ruckelfrei - sofern die Grafikkarte im Mac den Anforderungen genügt und aktuelle Treiber installiert sind.

Doch hat Boot Camp den Nachteil, dass der Computer für jeden Wechsel zwischen Windows und Mac OS neu gestartet werden muss. Wer gleichzeitig mit Mac- und PC-Programmen arbeiten will, kommt daher nicht um ein Emulationsprogramm herum. Zur Auswahl stehen die kommerziellen Programme Fusion von VMWare und Parallels Desktop von Parallels. Außerdem gibt es auch die kostenlose Open-Source-Anwendung Virtualbox, die allerdings noch Beta-Status hat und eher für experimentierfreudige Anwender zu empfehlen ist.

Sowohl Fusion als auch Parallels starten Windows-Programme in eigenen Fenstern auf dem Mac-Schreibtisch. Da sich Objekte per "Drag and Drop" ohne Einschränkungen verschieben lassen, ist der Unterschied zwischen Mac- und PC-Programm im Idealfall nur am unterschiedlichen Design der Icons und der abweichenden Systemschriftart zu bemerken. Ordner auf der Windows-Partition bleiben zugänglich und PC-Programme arbeiten problemlos mit dem Scanner am USB-Port zusammen.

Spieler dürften mit den Emulationen jedoch nur eingeschränkt glücklich werden. Zwar unterstützt Parallels zumindest einige ältere Spiele wie beispielsweise Warcraft 3. Neuere Titel wie Command and Conquer 3, die mindestens DirectX 9.0 voraussetzen, starten allerdings gar nicht erst. Die aktuelle Version von Fusion verspricht immerhin Unterstützung für DirectX 9.1. Funktioniert das PC-Spiel in der Emulation nicht wie gewünscht, bleibt jedoch noch immer Boot Camp als Ausweg. Denn sowohl Fusion als auch Parallels können sich die Windows-Installation mit Boot Camp teilen.

Mit dem Programm Crossover von Codeweavers schließlich lassen sich ausgewählte PC-Programme sogar ohne Windows auf den Mac bringen. Damit sparen sich Anwender nicht nur das Geld für die Programmlizenz, sondern auch Platz auf der Festplatte. Allerdings arbeiten bislang nur wenige Anwendungen problemlos in der Emulationsumgebung.

Um für Windows kein Geld zum Fenster heraus zu werfen, empfiehlt sich vor dem Kauf einer Emulationssoftware in jedem Fall die Installation der Testversion. Erfüllt das Produkt nicht die Erwartungen, lässt es sich samt Windows-Partition einfach von der Platte löschen - ohne sich Systemfehler oder gar eine Neuinstallation einzuhandeln. Denn auch mit Windows bleibt ein Mac ein Mac.

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